Grundstücksrecht

Der größte Bereich notarieller Zuständigkeit ist das Grundstücksrecht. 

Jede Veräußerung (Verkauf, Schenkung oder Tausch)  eines Grundstücks, sei es noch so klein (z.B. ein überbauter Grundstücksstreifen von wenigen Quadratmetern) oder noch so groß (ein ganzer Wohnblock oder eine Fabrik) muss durch den Notar beurkundet werden. Er hat Zugang zu allen grundstücksbezogenen Daten (Grundbuch und Grundakten, Katasterdaten) und weiß, welche behördlichen Genehmigungen notwendig sind, um eine Grundstücksveräußerung rechtswirksam durchzuführen. In Fällen, in denen weitere Recherchen erforderlich sind (z.B. wegen einer eingetretenen Erbfolge) holt er sich die entsprechenden Akten aus dem Nachlassgericht oder bei anderen Notaren,  manchmal sogar aus dem Staatsarchiv. All dies ist in den Gebühren selbstverständlich enthalten.

Der Notar ist aber auch zuständig für alle Dokumente, die im Grundbuch eingetragen werden sollen, z.B. nachbarrechtliche Vereinbarungen (Geh- und Fahrtrechte. Leitungsrechte), Grundschulden und Hypotheken zur Kreditbesicherung, oder Einräumung von Renten-, Wohn- oder Nießbrauchsrechten.