Was kostet die Tätigkeit des Notars?

Die Gebühren des Notars sind zwingend in einem Gesetz (neu seit 01.08.2013 Gerichts- und Notarkostengesetz –GNotKG) bundesweit einheitlich geregelt; der Notar darf über die Gebühren nicht verhandeln und auch keine Nachlässe geben.

Die Gebühr richtet sich allein nach dem 'Geschäftswert', in der Regel nicht nach der Zeit, die der Notar oder seine Mitarbeiter für die Vorbereitung, Beurkundung und Abwicklung des Geschäfts benötigt.

Das bedeutet: Die Beratung durch den Notar ist in den Gebühren für das Geschäft enthalten und kostet nur dann extra, wenn keine Beurkundung nachfolgt. Andererseits ist in dem GNotKG ausdrücklich geregelt, dass der Notar auch verpflichtet ist, erstellte Vertragsentwürfe abzurechnen.

Je höher der Wert des Geschäfts (Kaufpreis für ein Haus, vererbtes Vermögen bei einem Testament), desto höher auch die Gebühr.

Testament Geschäftswert: EUR 120.000,00  Gebühr: EUR 300,00
  Geschäftswert: EUR 300.000,00  Gebühr: EUR 635,00
Hauskauf Geschäftswert: EUR 500.000,00  Gebühr: EUR 1.870,00
Wohnungskauf Geschäftswert: EUR 120.000,00  Gebühr: EUR 600,00

Dies sind die Vertragsgebühren; erfordert die Abwicklung insbesondere eines Kaufvertrags weitere Tätigkeiten (Einholung von Genehmigungen, Überwachung der Kaufpreisfälligkeit und Kaufpreiszahlung, Löschung von Belastungen), so fallen dafür weitere Gebühren an, die teils vom Käufer, teils vom Verkäufer zu tragen sind.

Hinzu kommen Auslagen und jeweils die gesetzliche Mehrwertsteuer.